Mabon ist das Fest der Dankbarkeit, der Fülle und des Gleichgewichts. Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet, die Blätter ihre Farben wechseln und Äpfel, Trauben, Nüsse und Kürbisse geerntet werden, beginnt eine ganz besondere Zeit im Jahreskreis.
Im Jahr 2026 findet die Herbst-Tagundnachtgleiche am 23. September statt. Rund um diesen Zeitpunkt feiern viele Menschen Mabon, eines der modernen Jahreskreisfeste.
Doch was bedeutet Mabon eigentlich? Welche Bräuche und Rituale gehören dazu – und wie kannst du dieses besondere Herbstfest auch ganz einfach zu Hause feiern?
🍁 Was ist Mabon?
Mabon ist ein modernes heidnisches Jahreskreisfest, das zur Herbst-Tagundnachtgleiche gefeiert wird. Es wird häufig als das zweite Erntefest des Jahreskreises bezeichnet und liegt zwischen Lammas beziehungsweise Lughnasadh und Samhain.
Die Natur zeigt jetzt ihre ganze Fülle. Obst ist reif, Getreide wurde eingebracht und die Tage werden merklich kürzer.
Mabon ist deshalb eine Zeit, um bewusst wahrzunehmen, was das Jahr uns geschenkt hat.
Es geht um Dankbarkeit, Ernte und Fülle – aber auch darum, langsam loszulassen und sich auf die dunklere Hälfte des Jahres vorzubereiten.
☀️🌙 Mabon und die Herbst-Tagundnachtgleiche
Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist ein astronomisches Ereignis. Die Sonne überquert dabei den Himmelsäquator, und Tag und Nacht sind annähernd gleich lang.
Symbolisch passt dieses Gleichgewicht wunderbar zu Mabon.
Licht und Dunkelheit stehen für einen kurzen Moment im Gleichgewicht.
Danach gewinnen auf der Nordhalbkugel die Nächte zunehmend die Oberhand. Die Natur zieht sich zurück und bereitet sich auf Herbst und Winter vor.
So kann Mabon auch eine Einladung sein, das eigene Leben zu betrachten:
Was befindet sich bei mir im Gleichgewicht?
Wofür bin ich dankbar?
Was durfte in diesem Jahr wachsen?
Und was möchte ich nicht mit in die dunklere Jahreszeit nehmen?
🌾 Die Bedeutung von Mabon
Mabon wird heute vor allem mit diesen Themen verbunden:
- 🍎 Dankbarkeit – für das, was wir haben
- 🌾 Ernte und Fülle – die Früchte unserer Arbeit erkennen
- ⚖️ Gleichgewicht – Licht und Dunkelheit annehmen
- 🍂 Loslassen – Altes verabschieden
- 🔥 Geborgenheit – wieder mehr Zeit im eigenen Zuhause verbringen
- 🌰 Vorräte und Vorbereitung – sich auf Herbst und Winter einstellen
- ✨ Innere Einkehr – zur Ruhe kommen und Kraft sammeln
Dabei muss Mabon keineswegs aufwendig gefeiert werden. Schon ein Spaziergang durch den Herbstwald oder eine bewusst angezündete Kerze kann zu einem persönlichen kleinen Ritual werden.
🍎 Typische Symbole und Pflanzen zu Mabon
Die schönsten Mabon-Symbole kommen direkt aus der Natur.
Besonders gut passen Äpfel, Weintrauben, Birnen, Kürbisse, Nüsse, Eicheln, Kastanien, Getreideähren und buntes Herbstlaub.
Auch Kräuter können Teil einer herbstlichen Dekoration oder eines kleinen Dankbarkeitsrituals sein.
Die Farben von Mabon sind entsprechend warm und erdig: Gold, Orange, Rot, Braun, dunkles Grün und Weinrot.
Ein Korb mit Äpfeln, einigen Nüssen, Getreide und Herbstblättern kann bereits einen wunderschönen kleinen Mabon-Platz ergeben.
🔥 Ein einfaches Mabon-Ritual für zu Hause
Du brauchst dafür keine besonderen Gegenstände.
Suche dir einen ruhigen Platz und stelle eine Kerze auf. Lege einige Dinge aus der Natur dazu – beispielsweise einen Apfel, ein schönes Blatt, eine Kastanie oder ein paar Getreideähren.
Zünde die Kerze an und denke an drei Dinge, für die du in diesem Jahr besonders dankbar bist.
Schreibe sie auf einen kleinen Zettel.
Danach kannst du dir überlegen, was du mit dem Herbst loslassen möchtest. Vielleicht eine Sorge, eine alte Gewohnheit oder etwas, das dir schon länger nicht mehr guttut.
Zum Abschluss kannst du sagen:
„Ich danke für alles, was wachsen durfte.
Ich bewahre das Gute in meinem Herzen
und lasse gehen, was ich nicht mehr brauche.
Möge der Herbst mir Ruhe, Kraft und Zuversicht schenken.“
🍂 Danach einfach noch einige Minuten die Stille genießen.
🍏 Der Apfel als besonderes Mabon-Symbol
Ein besonders schönes Symbol für Mabon ist der Apfel.
Er steht seit langer Zeit für Fruchtbarkeit, Leben, Ernte und Fülle. Schneidet man einen Apfel quer durch die Mitte, bilden seine Kerne häufig eine fünfzackige Sternform.
Deshalb wird der Apfel in modernen naturspirituellen Traditionen gerne als besonderes Symbol verwendet.
Eine schöne Mabon-Tradition ist daher, einen Apfel bewusst mit einem lieben Menschen zu teilen oder daraus einen herbstlichen Kuchen zu backen.
🍞 Mabon gemeinsam feiern
Mabon eignet sich wunderbar für ein gemeinsames Essen.
Auf den Tisch kommen Lebensmittel, die gerade Saison haben: Kürbis, Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Pilze, Nüsse, Brot und andere regionale Herbstprodukte.
Dabei muss es kein großes Festessen sein.
Ein frisch gebackenes Brot, eine Kürbissuppe und ein warmer Kräutertee können genauso schön sein.
Vor dem Essen kann jeder sagen, wofür er in diesem Jahr dankbar ist.
So wird aus einem einfachen Herbstessen ein kleines Fest der Dankbarkeit.
✨ Mabon ist auch ein Fest für die Seele
Vielleicht liegt gerade darin der besondere Zauber von Mabon.
Unsere Welt ist häufig schnell und laut. Die Natur macht im Herbst genau das Gegenteil: Sie wird langsamer.
Die Blätter fallen. Die Tage werden kürzer. Tiere und Pflanzen bereiten sich auf den Winter vor.
Mabon erinnert uns daran, dass nicht immer alles wachsen und größer werden muss.
Es gibt eine Zeit zum Säen.
Eine Zeit zum Wachsen.
Eine Zeit zum Ernten.
Und eine Zeit zum Ruhen.
Auch wir dürfen diesen Rhythmus wieder ein wenig mehr in unser Leben lassen.
🍂 Ein Mabon-Segen für dich
Möge dein Herbst reich an schönen Augenblicken sein.
Möge Dankbarkeit dein Herz wärmen,
Zuversicht deinen Weg begleiten
und die goldene Kraft des Herbstes
dir Ruhe und neue Stärke schenken.
Gesegnetes Mabon. 🍎🍂✨
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