Wirst du mich auch dann noch lieben, wenn die Zeit uns verändert, das Leben uns auf unterschiedliche Wege führt und die Sterne am Himmel längst verschwunden sind?
Findest du mich jederzeit?
Findest du mich jederzeit, auch wenn ich anders aussehe, anders denke und anders fühle?
Wenn ich morgens aufwache und nicht mehr derselbe Mensch bin, den du einmal kennengelernt hast? Wenn meine Gedanken andere Wege gehen, meine Wünsche sich verändern und ich manchmal selbst nicht mehr weiß, wohin mich das Leben führt?
Wirst du mich dann noch verstehen?
Oder wirst du dir wünschen, dass ich wieder so werde, wie ich früher einmal war?
Ich weiß, dass ich mich verändere. Jeden Tag ein kleines Stück. Manchmal merke ich es selbst kaum. Doch wenn ich zurückblicke, erkenne ich, wie viel das Leben bereits aus mir gemacht hat.
Ich habe Dinge erlebt, die mich stärker gemacht haben. Andere haben mich verletzt und Spuren hinterlassen, die du vielleicht niemals sehen wirst.
Und manchmal bin ich anders, als du es von mir gewohnt bist.
Vielleicht bin ich stiller geworden. Vielleicht brauche ich mehr Zeit für mich. Vielleicht lache ich nicht mehr über dieselben Dinge wie früher.
Aber eines möchte ich dich fragen:
Findest du mich noch, auch wenn ich nicht mehr so bin, wie du mich in Erinnerung hast?
Liebst du mich auch, wenn ich woanders bin?
Was ist, wenn ich eines Tages nicht mehr an deiner Seite stehe?
Wenn uns viele Kilometer trennen, wenn wir an unterschiedlichen Orten leben oder das Schicksal uns Wege gehen lässt, die wir niemals geplant hatten?
Liebst du mich dann noch?
Denkst du manchmal an mich, wenn du abends allein bist?
Erinnerst du dich an meine Stimme, an mein Lachen, an die kleinen Dinge, die uns einmal miteinander verbunden haben?
Vielleicht hörst du irgendwo ein Lied, das wir gemeinsam gehört haben. Vielleicht siehst du etwas, das dich an mich erinnert.
Wirst du dann lächeln?
Oder wirst du diesen Gedanken schnell wieder vergessen?
Ich frage dich das nicht, weil ich dich festhalten möchte. Ich weiß, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg gehen muss.
Aber ich möchte wissen, ob unsere Liebe auch dann noch einen Platz in deinem Herzen hat, wenn vieles zwischen uns steht.
Wenn das Leben schwierig wird. Wenn wir uns nicht immer verstehen. Wenn Entfernungen entstehen, die man nicht einfach mit einer Umarmung überwinden kann.
Wirst du mich dann noch finden, selbst wenn ich weit weg bin?
Zeit um Zeit – erkennst du mich noch, wenn ich alt und grau bin?
Manchmal denke ich darüber nach, wie wir eines Tages aussehen werden.
Die Jahre werden vergehen. Unsere Gesichter werden sich verändern. Die ersten Falten werden tiefer, unsere Haare grau und unsere Schritte vielleicht langsamer.
Vielleicht werde ich eines Tages vor dir stehen und du wirst einen alten Menschen sehen.
Aber wirst du darin noch mich erkennen?
Wirst du dich daran erinnern, wie ich früher gelacht habe?
Wie ich dich angesehen habe, als wir uns noch nicht lange kannten?
Wie wir gemeinsam Pläne geschmiedet und geglaubt haben, dass uns die ganze Welt offensteht?
Wirst du meine Hand noch genauso gerne halten, wenn sie alt geworden ist?
Wirst du mich noch in den Arm nehmen, wenn mein Körper nicht mehr so ist wie früher?
Ich möchte nicht, dass du mich nur wegen meiner Jugend oder meines Aussehens liebst.
Denn all das wird eines Tages vergehen.
Ich wünsche mir, dass du hinter meinen grauen Haaren und den Falten noch immer den Menschen erkennst, mit dem du einmal dein Leben teilen wolltest.
Erkennst du mich noch, wenn die Zeit mein Äußeres verändert hat, aber mein Herz noch immer nach dir sucht?
Träumst du mit mir noch, wenn der Himmel ohne Sterne ist?
Weißt du noch, wie wir früher geträumt haben?
Von all den Dingen, die wir gemeinsam erleben wollten?
Von Reisen, von schönen Tagen, von einem Leben, das wir uns zusammen aufbauen wollten?
Damals schien der Himmel voller Sterne zu sein.
Alles war möglich.
Doch das Leben ist nicht immer so, wie wir es uns wünschen.
Manchmal verlieren wir unsere Träume. Manchmal werden Hoffnungen enttäuscht. Und manchmal stehen wir vor einem dunklen Himmel und wissen nicht, ob jemals wieder ein Stern erscheinen wird.
Was machst du dann?
Wirst du noch mit mir träumen?
Auch wenn wir vielleicht nicht mehr alles erreichen können, was wir uns einmal vorgenommen haben?
Auch wenn das Leben uns müde gemacht hat?
Auch wenn wir keine Antworten mehr auf all unsere Fragen finden?
Ich brauche keinen Himmel voller Sterne, um glücklich zu sein.
Vielleicht reicht es mir eines Tages, einfach neben dir zu sitzen, deine Nähe zu spüren und gemeinsam mit dir in die Dunkelheit zu schauen.
Denn solange du bei mir bist, möchte ich daran glauben, dass es immer noch etwas gibt, wovon wir träumen können.
Aber träumst du dann auch noch mit mir?
Findest du mich noch, selbst wenn ich neben dir stehe?
Das ist vielleicht die Frage, die mich am meisten beschäftigt.
Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass zwei Menschen sich verlieren können, obwohl sie jeden Tag miteinander verbringen.
Wir stehen nebeneinander, sprechen miteinander und teilen unseren Alltag.
Aber sehen wir uns wirklich noch?
Merkst du, wenn mich etwas bedrückt?
Siehst du es in meinen Augen, wenn ich traurig bin, obwohl ich lächle?
Hörst du, was ich dir sagen möchte, auch wenn mir die richtigen Worte fehlen?
Oder ist unsere Nähe irgendwann so selbstverständlich geworden, dass wir aufgehört haben, einander wirklich wahrzunehmen?
Vielleicht stehe ich direkt neben dir und wünsche mir nichts sehnlicher, als dass du mich einmal wieder so ansiehst wie früher.
Nicht flüchtig.
Nicht aus Gewohnheit.
Sondern so, als würdest du mich wirklich sehen.
Ich möchte nicht erst vermisst werden, wenn ich gegangen bin.
Ich möchte nicht erst wichtig sein, wenn mein Platz neben dir leer geworden ist.
Ich möchte, dass du mich findest, solange ich noch da bin.
Wenn sich unsere Wege verändern
Ich weiß, dass niemand vorhersagen kann, was die Zukunft bringt.
Vielleicht werden wir eines Tages andere Wünsche haben. Vielleicht wird einer von uns einen Weg einschlagen, den der andere nicht versteht.
Vielleicht werden wir uns verändern, ohne es zu wollen.
Und vielleicht werden wir irgendwann feststellen, dass das Leben nicht alle Versprechen gehalten hat, die wir uns einmal gegeben haben.
Aber muss das bedeuten, dass auch unsere Liebe verschwindet?
Können wir nicht lernen, einander immer wieder neu zu begegnen?
Uns zuzuhören, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind?
Uns gegenseitig Freiraum zu lassen, ohne uns dabei aus den Augen zu verlieren?
Ich möchte dich nicht besitzen.
Ich möchte nicht, dass du dein Leben für mich aufgibst.
Ich wünsche mir nur, dass wir uns auch dann noch erkennen, wenn wir nicht mehr dieselben Menschen sind wie am Anfang unserer gemeinsamen Geschichte.
Denn Liebe bedeutet für mich nicht, dass alles für immer gleich bleiben muss.
Liebe bedeutet für mich, dass wir uns verändern dürfen, ohne dabei füreinander unsichtbar zu werden.
Und wenn wir eines Tages zurückblicken?
Vielleicht sitzen wir irgendwann nebeneinander und betrachten alte Bilder.
Wir werden Menschen sehen, die wir einmal waren.
Jünger, unbeschwerter, vielleicht voller Träume, von denen manche längst vergessen sind.
Vielleicht werden wir darüber lachen, wie wir früher ausgesehen haben.
Vielleicht werden wir uns an Menschen erinnern, die nicht mehr bei uns sind.
Und vielleicht werden wir uns fragen, wo all die Jahre geblieben sind.
Dann möchte ich dich ansehen und wissen, dass wir nicht nur Zeit miteinander verbracht, sondern einander wirklich kennengelernt haben.
Mit all unseren guten und schlechten Seiten.
Mit unseren Fehlern, unseren Sorgen und unseren kleinen Eigenheiten.
Ich möchte nicht auf ein gemeinsames Leben zurückblicken und feststellen, dass wir irgendwann aufgehört haben, uns füreinander zu interessieren.
Denn was nützen all die gemeinsamen Jahre, wenn wir uns am Ende fremd geworden sind?
Ich möchte dir noch etwas sagen
Vielleicht frage ich zu viel.
Vielleicht mache ich mir Gedanken über Dinge, die noch weit entfernt sind.
Aber die Zeit vergeht schneller, als wir glauben.
Heute sind wir hier. Heute können wir miteinander sprechen, uns ansehen, uns berühren und einander zeigen, was wir fühlen.
Morgen kann vieles anders sein.
Deshalb möchte ich nicht warten, bis wir alt geworden sind, um dir diese Fragen zu stellen.
Ich möchte sie dir heute stellen.
Findest du mich jederzeit, auch wenn ich anders aussehe und anders fühle?
Liebst du mich auch, wenn ich woanders bin und vieles zwischen uns steht?
Zeit um Zeit, erkennst du mich noch, wenn ich alt und grau bin?
Träumst du mit mir noch, wenn auch der Himmel ohne Sterne ist?
Und findest du mich noch, selbst wenn ich direkt neben dir stehe?
Ich erwarte nicht, dass du mir versprichst, mich für immer zu lieben.
Ich weiß, dass niemand die Zukunft kennt.
Aber ich wünsche mir, dass du mich heute wirklich siehst.
Dass du nicht nur mein Gesicht kennst, sondern auch das, was dahinterliegt.
Dass du mich nicht nur liebst, wenn alles leicht und schön ist, sondern auch versuchst, mich zu verstehen, wenn das Leben schwierig wird.
Und wenn wir eines Tages alt geworden sind, wenn unsere Haare grau und unsere Erinnerungen verblasst sind, dann wünsche ich mir, dass wir uns ansehen und noch immer etwas von dem Menschen erkennen, in den wir uns einst verliebt haben.
Vielleicht werden wir dann keine großen Worte mehr brauchen.
Vielleicht reicht ein Blick, eine Berührung oder ein vertrautes Lächeln.
Und vielleicht werde ich dich dann noch einmal ganz leise fragen:
„Findest du mich noch?“
Und ich hoffe, dass du meine Hand nimmst und antwortest:
„Ich habe dich nie aus den Augen verloren.“
Ein Gedanke über die Liebe, die Zeit und die Sehnsucht, von dem Menschen, den wir lieben, auch nach vielen Jahren noch erkannt zu werden.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!